Samstag, 28. Februar 2015

28.02.2015

Ende der Garden Route und Ankunft in Hermanus

Wir fuhren weiter der Garden Route entlang, als nächstes durch das herzige Städchen Knysna wo gerade ein Volksfest mit Schottenröcken und Dudelsäcken im Gange war und dann weiter nach Mossel Bay.


Nach einem kleinen Mittagessen am Strand von Mossel Bay steuerten wir eine lokale Bierbrauerei in Stanford an, die Birkenhead Brewery. Dort haben wir 6 verschiedene Biere degustiert, allesamt sehr gut, ja ich werde langsam auch zur Bierliebhaberin. :-)



Nun sind wir in Hermanus angekommen und haben unser schönes Zimmer mit Meersicht bezogen.
Von Juli bis Dezember ist Hermanus der "place to be" um Wale zu beobachten, offenbar schwimmen sie dann sogar bis zu einer Entfernung von 10 Metern an die Küste heran und können somit auch vom Ufer her beobachtet werden.

Wale hat es im Moment zwar nicht, aber der Ausblick aufs Meer ist trotzdem toll. :-)



Freitag, 27. Februar 2015

27.02.2015

Plettenberg Bay / Robberg

Gestern Abend waren wir im Hotel zum Abendessen. Der Manager erklärte uns, dass es um ca. 20.00 Uhr einen Stromunterbruch geben werde, wahrscheinlich für mehrere Stunden. Dies sei vom Stromnetzbetreiber so angekündigt. Seit einem Zwischenfall im November 2014 in einem der Kraftwerke sei das Netz ständig überbelastet, und um einen kompletten Zusammenbruch zu vermeiden, wird nun regelmässig einfach in verschiedenen Gegenden Südafrikas der Strom abgestellt. Und zwar für alle, egal ob Hotel oder Privatperson. Glücklich der, der sich einen Generator leisten kann.
Und so gingen Punkt 20.00 Uhr die Lichter aus. Das Personal hatte vorgesorgt und bereits überall im Restaurant Kerzen angezündet, was natürlich nebenbei sehr romantisch war. Auch bei uns im Zimmer brannten nach dem Abendessen überall Kerzen und sogar im Kamin flackerte es.


Heute wollten wir ein wenig ausschlafen, für die Safari mussten wir ja täglich früh raus. Doch leider wurden wir um 06.30 Uhr unsanft geweckt, irgendetwas klopfte irgendwo sehr energisch gegen Tür oder Fenster. Nun war das ein amselähnlicher Vogel der aus irgendeinem Grund mit seinem Schnabel wie wild gegen die Fensterscheibe im Badezimmer hämmerte. Das Viech wurde verscheucht und wir dachten, nun ist's gut jetzt, aber denkste, kaum waren wir weg, flatterte er wieder her und das Gehämmere begann von vorn. Naja, irgendwann rannte Joachim fluchend mit dem Insektengiftspray nach draussen. Das zeigte Wirkung, der Vogel suchte das Weite und die Giftwolke wehrte jeden weitern Angriff ab. :-)

Beim Frühstück dann mussten wir ein wenig auf unsere Sachen achten, denn auf dem Gelände hat es viele kleine freche Affen, die alles sehr interessiert begutachten und Fressbares mitgehen lassen.





Gegen Mittag machten wir einen Ausflug zum Robberg Nature Reserve. Wunderbare Küstenlandschaft und schöne Strände hat es da. Unsere kleine 2-stündige Wanderung war ziemlich anstrengend, da es sehr schwül und heiss war.

Die Robben von Robberg :-)


Schnecken....



Morgen fahren wir weiter nach Hermanus, mit gut 5.5 Stunden Fahrt die längste Etappe unserer Reise.

Donnerstag, 26. Februar 2015

26.02.2015

Letzter Tag in Kwandwe und Weiterfahrt nach Plettenberg Bay

Der heutige Morgen war für die Suche nach Elefanten reserviert, die wir bisher noch nicht gesehen hatten.
Marc meinte, sie im nördlichen Gebiet des Reservats, im dichten Buschland, zu finden.
Zuerst sahen wir wieder Nashörner was uns ebenfalls sehr freute. So schöne Tiere! Nach einer Stunde Fahrt hatten wir 17 Nashörner gezählt, darunter wieder zwei Black Rhinos (Spitzmaulnashörner, sehr bedroht).



Nach längerer Fahrt leider noch keine Elefanten. Plötzlich ein Funkspruch eines anderen Rangers, er meldete die Elefanten just 10 Fahrtminuten von der Lodge entfernt. So ein Pech, wir waren jetzt leider so ziemlich in der falschen Ecke des Reservats. Aber Marc tat alles, damit wir sie noch zu sehen bekamen, wir hatten eben leider ein bisschen Zeitdruck weil wir um 09.00 Uhr wieder in der Lodge sein sollten. Also drückte er so gut es ging aufs Gas. Und tatsächlich, sie waren noch da und wir konnten sie ein paar Mal gut beobachten, obwohl sie immer wieder im dichten Gestrüpp verschwanden.




Was für ein super Abschluss! Der Abschied von Kwandwe fiel uns ein bisschen schwer, es war wirklich paradiesisch. Die Lodge überzeugte einfach auf der ganzen Linie und die Erlebnisse während der Pirschfahrten waren einmalig!

Nach dem Frühstück wurden wir abgeholt und zurück nach Port Elizabeth gefahren. Dort nahmen wir unser Auto entgegen und fuhren nun bis Plettenberg Bay, in die Tsala Treetop Lodge. Auch hier wieder sehr freundlicher Empfang, sehr schöne Umgebung und das Zimmer ist wunderbar! Morgen werden wir diese Gegend näher erkunden.



25.02.2015

Zweiter Safari Tag

Heute ging es wieder in aller Frühe los. Marc, der Ranger, erzählte uns, dass vor ein paar Wochen eine Löwin ein Junges geboren hat und wir versuchen, das kleine Rudel von zwei Weibchen und einem Männchen zu finden. Da alle Ranger an anderen Orten unterwegs sind und sich stets die Sichtungen der Tiere per Funk melden, ging es nicht allzu lange bis die Löwen entdeckt wurden.

Das private Reservat umfasst 22'000 Hektaren. Früher Farmland, wurden alle Zäune und fast alle Gebäude abgerissen und die Landschaft wieder sich selbst überlassen. Die Tiere wurden wieder angesiedelt und leben jetzt völlig frei auf dem Gelände, haben aber natürlich ihre bevorzugten Plätze und die Ranger wissen sehr viel über das Verhalten der Tiere. Das Fahrzeug wird vom Ranger gefahren, vorne auf einem Hochsitz ist der Tracker, also in unserem Fall Andy, der mit geübtem Auge während der Fahrt die Umgebung nach Tieren absucht und sofort per Handzeichen meldet, wenn er etwas entdeckt hat.

Also machten wir uns auf zu den Löwen. Kurzum: Faszinierend, Rührend, Wunderschön.

Es war das selbe Männchen, das wir bereits am ersten Tag gesichtet hatten. Auf einem Auge ist es blind, Marc sagte, dass dies von einem Kampf mit einem Rivalen stammt. Auf dem ersten Foto kratzt es sich genüsslich an einem Dornenbusch. :-)





Hier stockte uns der Atem.....!!


Danach fuhren wir weiter zu einem kleinen See wo wir eine kleine Kaffeepause einlegten und Marc und Andy uns ihr Anglerglück demonstrieren wollten. Die Ausbeute war mit einem Fisch dann eher bescheiden, denn Marc prahlte damit, dass es hier von Fischen nur so wimmle und sie einem praktisch von selbst anspringen... hihi...



Nun sollte die Suche nach den Büffeln eigentlich wieder los gehen, doch Andy sichtete während der Fahrt eine Schildkröte die gerade dabei war, ihre Eier abzulegen. Selbst Marc war sehr beeindruckt, so etwas hatte er bis jetzt noch nie live gesehen. Gesamthaft legte sie 11 Eier ab.




Um 10.30 Uhr wurde dann die Hitze zu extrem und wir fuhren zurück zur Lodge.

Am späteren Nachmittag ging's wieder los, jetzt wirklich mit dem Fokus auf die Büffel, immerhin auch ein Mitglied der Big Five. Und dieses Mal klappte es. Und wie! Plötzlich waren wir förmlich umzingelt. Besonders süss war ein kleines Kalb, das sehr interessiert immer näher ans Fahrzeug kam, stets vorsichtig schnuppernd.





Wir fuhren weiter und dann gab's zum Sonnenuntergang eine Erfrischung und ein paar Häppchen. War sehr nett!





Da sich die Büffelherde dann aber unerwartet schnell näherte, mussten wir frühzeitig aufbrechen, nicht dass wir nicht sicher gewesen wären, im Auto kann einem eigentlich nichts passieren, aber Marc fürchtete um den Tisch und die Kühlboxen, die diese Begegnung wohl nicht überlebt hätten. ;-)

In der Dunkelheit ging es weiter und völlig unverhofft entdeckten wir ein Flusspferd, das friedlich auf einer Wiese graste. Dieser Anblick ist nicht alltäglich, meistens sieht man von diesen Tieren nur den Kopf der aus dem Wasser ragt. Marc funkte dann auch sogleich die Entdeckung an die Kollegen und auf einmal rasten aus allen Richtungen die Autos heran. Die Ranger achten aber dabei schon auf die Tiere, so fuhr immer nur ein Auto aufs Mal näher heran, die anderen warteten und standen "Schlange". Das Hippo jedenfalls nahm es erstaunlich gelassen.



Und zu guter Letzt wieder sehr leckeres Essen in schöner Atmosphäre. :-)



Dienstag, 24. Februar 2015

24.02.2015

Erster Safari Tag

Für heute standen zwei Pirschfahrten auf dem Programm, einmal früh um 06.00 Uhr und dann noch einmal um 16.30 Uhr. Die erste Ausfahrt war spektakulär! Eigentlich auf der Suche nach Nashörnern, kreuzte ein grosses, altes Löwenmännchen unseren Weg. Später sahen wir Geparden, Giraffen, viele verschiedene Antilopen und als weiteres Highlight sowohl Spitz- als auch Breitmaul-Nashörner. Auch wenn man diese Tiere im Zoo schon einmal gesehen hat, sie in der Wildnis in ihrem gewohnten Lebensraum zu beobachten ist einfach unbeschreiblich.





Bei der zweiten Ausfahrt machten sich unsere Guides auf die Suche nach Büffeln, aber es zeigten sich nur zwei Exemplare in grosser Entfernung. Da es heute sehr heiss und schwül war, versteckten sich am Nachmittag die meisten Tiere im Schatten. Leider braute sich nach und nach ein grosses Gewitter zusammen, so dass wir die zweite Pirschfahrt aus Sicherheitsgründen frühzeitig beenden mussten (Gefahr von Blitzeinschlag ins offene Fahrzeug).

Morgen fahren wir wieder zweimal raus, mal schauen, vielleicht zeigen sich ja dann noch die Büffel. Und Elefanten würden wir auch gerne sehen. :-)








Montag, 23. Februar 2015

23.02.2015

Erster Tag im Paradies

Der Flug Zürich - Johannesburg war anstrengend. Nicht nur, weil wir uns nach unserer letztjährigen Erfahrung in der Business Class nach der dort erlebten Beinfreiheit sehnten, es schüttelte zwischendurch auch ziemlich unangenehm. Wirklich erholsamen Schlaf fanden wir nicht, aber ein paar Stunden dösen konnten wir dann schon und so ging die Flugzeit von gut 10.5 Stunden doch noch recht schnell vorbei.

Mit dem Anschlussflug nach Port Elizabeth klappte alles reibungslos. Leider überstand aber mein fast neuer Koffer die Reise nicht unbeschadet, ein Rad musste dran glauben. Netterweise wurde das abgerissene Teil dann auch gleich mit aufs Fliessband geschmissen. Vielleicht finde ich ja noch eine Möglichkeit das irgendwie wieder zu montieren, sonst schleif ich den blöden Koffer jetzt halt zwei Wochen hinter mir her... ;-)

In Port Elizabeth wurden wir sogleich von einem Fahrer in Empfang genommen und nach gut zwei Stunden waren wir am Ziel, in der Ecca Lodge im Kwandwe Game Reserve.
Der Empfang war sehr herzlich, wir fühlten uns gleich willkommen. Von der Reception aus wurden wir mit dem offenen "Pirschfahrt-Fahrzeug" zu unserer Unterkunft gebracht, während diesen ersten 15 Minuten konnten wir bereits Giraffen, Zebras, Oryx Antilopen und eine grosse Schildkröte bewundern! Ich war natürlich sogleich hin und weg.

Die Unterkunft, ein Häuschen mitten im Nirgendwo, ist einfach unbeschreiblich... Von der Terrasse und vom Schlafzimmer aus direkte Aussicht auf die Buschlandschaft. Wir kommen uns wirklich vor wie im Paradies!
Morgen werden wir um 05.00 Uhr geweckt, dann geht’s um 05.30 Uhr los auf die erste Pirschfahrt. Fotoapparat und Fernglas stehen schon bereit! Und jetzt ab ins Bett! :-)







Als Willkommensgruss stand eine Protea Blüte im Zimmer, diese Blüte hatte ich für meinen Hochzeitsstrauss ausgesucht. So hat mich diese Geste gleich doppelt gefreut! :-)






Dienstag, 17. Februar 2015

Bald geht's los!

So, die letzten Besorgungen sind erledigt....
  • Rucksack mit genügend Stauraum und Fächli für Krimschkramsch - Check
  • Schicke Freizeitschuhe für Joachim - Check
  • Sonnencreme - Check
  • Tabletten bzw. Kaugummi gegen Reiseübelkeit für Tanja (JA, wir haben SCHON wieder einen Bootsausflug gebucht aaarrgghh) - Check
Bald geht's los - Zürich - Johannesburg - Port Elizabeth. Von dort mit dem Auto der Garden Route entlang Richtung Kapstadt. Wir freuen uns riesig!

Was meint eigentlich Wetter.com? Sonne, 23 Grad, juhuuu bis bahaaaald! :-))