Heute ging es wieder in aller Frühe los. Marc, der Ranger, erzählte uns, dass vor ein paar Wochen eine Löwin ein Junges geboren hat und wir versuchen, das kleine Rudel von zwei Weibchen und einem Männchen zu finden. Da alle Ranger an anderen Orten unterwegs sind und sich stets die Sichtungen der Tiere per Funk melden, ging es nicht allzu lange bis die Löwen entdeckt wurden.
Das private Reservat umfasst 22'000 Hektaren. Früher Farmland, wurden alle Zäune und fast alle Gebäude abgerissen und die Landschaft wieder sich selbst überlassen. Die Tiere wurden wieder angesiedelt und leben jetzt völlig frei auf dem Gelände, haben aber natürlich ihre bevorzugten Plätze und die Ranger wissen sehr viel über das Verhalten der Tiere. Das Fahrzeug wird vom Ranger gefahren, vorne auf einem Hochsitz ist der Tracker, also in unserem Fall Andy, der mit geübtem Auge während der Fahrt die Umgebung nach Tieren absucht und sofort per Handzeichen meldet, wenn er etwas entdeckt hat.
Also machten wir uns auf zu den Löwen. Kurzum: Faszinierend, Rührend, Wunderschön.
Es war das selbe Männchen, das wir bereits am ersten Tag gesichtet hatten. Auf einem Auge ist es blind, Marc sagte, dass dies von einem Kampf mit einem Rivalen stammt. Auf dem ersten Foto kratzt es sich genüsslich an einem Dornenbusch. :-)
Hier stockte uns der Atem.....!!
Danach fuhren wir weiter zu einem kleinen See wo wir eine kleine Kaffeepause einlegten und Marc und Andy uns ihr Anglerglück demonstrieren wollten. Die Ausbeute war mit einem Fisch dann eher bescheiden, denn Marc prahlte damit, dass es hier von Fischen nur so wimmle und sie einem praktisch von selbst anspringen... hihi...
Nun sollte die Suche nach den Büffeln eigentlich wieder los gehen, doch Andy sichtete während der Fahrt eine Schildkröte die gerade dabei war, ihre Eier abzulegen. Selbst Marc war sehr beeindruckt, so etwas hatte er bis jetzt noch nie live gesehen. Gesamthaft legte sie 11 Eier ab.
Um 10.30 Uhr wurde dann die Hitze zu extrem und wir fuhren zurück zur Lodge.
Am späteren Nachmittag ging's wieder los, jetzt wirklich mit dem Fokus auf die Büffel, immerhin auch ein Mitglied der Big Five. Und dieses Mal klappte es. Und wie! Plötzlich waren wir förmlich umzingelt. Besonders süss war ein kleines Kalb, das sehr interessiert immer näher ans Fahrzeug kam, stets vorsichtig schnuppernd.
Wir fuhren weiter und dann gab's zum Sonnenuntergang eine Erfrischung und ein paar Häppchen. War sehr nett!
Da sich die Büffelherde dann aber unerwartet schnell näherte, mussten wir frühzeitig aufbrechen, nicht dass wir nicht sicher gewesen wären, im Auto kann einem eigentlich nichts passieren, aber Marc fürchtete um den Tisch und die Kühlboxen, die diese Begegnung wohl nicht überlebt hätten. ;-)
In der Dunkelheit ging es weiter und völlig unverhofft entdeckten wir ein Flusspferd, das friedlich auf einer Wiese graste. Dieser Anblick ist nicht alltäglich, meistens sieht man von diesen Tieren nur den Kopf der aus dem Wasser ragt. Marc funkte dann auch sogleich die Entdeckung an die Kollegen und auf einmal rasten aus allen Richtungen die Autos heran. Die Ranger achten aber dabei schon auf die Tiere, so fuhr immer nur ein Auto aufs Mal näher heran, die anderen warteten und standen "Schlange". Das Hippo jedenfalls nahm es erstaunlich gelassen.
Und zu guter Letzt wieder sehr leckeres Essen in schöner Atmosphäre. :-)
















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